Geöffnet von April bis September!

 

Die Radstation in Meißenheim besteht nun seit über 20 Jahren

 

‚Selbst wenn ich mal Alzheimer bekommen sollte, werde ich mich an den Aufenthalt bei euch erinnern’.  (Herr D....  aus Herford)

 

Es sind diese Momente mit unseren Fahrradgästen, die seit 20 Jahren in unserer Unterkunft so viel Freude machen.

Wenn die Tagesetappe geschafft wurde, erzählen viele von ihren Erlebnissen von unterwegs und mitunter auch aus ihrem Leben.

So offenbarte sich z.B. ein argentinischer Radler: ‚ich war vor 15 Jahren vom Schwarzwald aus nach Argentinien ausgewandert. Nachdem mein 6jähriger Sohn plötzlich verstarb, versuche ich hier in der Heimat wieder Kräfte zu sammeln, den Kopf frei zu bekommen’.

Uns fallen auch sofort zu bestimmten Stichworten andere Berichte ein, z.B.: 

zu Leuchttürmen, Bilbao, Hausbesetzerpaar aus Berlin mit Plattfuß, zwei österreichische Schrammel-Musikerinnen, auf dem Tandem, eine davon blind. Krebsbetroffene, Flüchtende Richtung Süden nach Jobverlust oder Scheidung, neuseeländisches Ärztepaar nach Sturz auf dem Rheinweg - und vieles mehr. 

Viele Schweizer die auf dem Weg von der Quelle zur Mündung des Rheins unterwegs sind – und Holländer die es entgegengesetzt angehen. 

Unterschiedlichste Gäste waren es, die in den 20 Jahren in unserem Haus die Welt zu uns brachten – es sind einige Tausend geworden - die jährlich in der Zeit von April bis September hier in der Radstation unsere Gäste waren - aber in der Regel immer nur für einen Tag/eine Nacht bei uns und in Meißenheim. 

(siehe auch unser Gästebuch auf unserer Homepage www.radstationmeissenheim.de

 

A n d e r s  R e i s e n

 

Das Fahrrad ist ein wunderbares Fortbewegungsmittel. 

Lautlos, emissionsfrei und zügig lassen sich damit auch große Entfernungen

fast mühelos überwinden. 

Man ist schnell genug um echte Strecken zurückzulegen,

und gleichzeitig langsam genug,

um viel sehen, zu riechen

und dabei auch spontan anhalten zu können. 

Gerade bei diesen Stopps zeigt sich,

das Rad ist auch ein wunderbares Mittel,

Kommunikation und Begegnung zu fördern.  

Wer so offen, frei und ehrlich –

ohne schützende Hülle einer Karosserie unterwegs ist,

dem wird gerne geholfen, überall auf der Welt. 

Nicht selten entwickelt sich aus einer Frage nach dem Weg

eine gastfreundschaftliche Geste,

ergeben sich menschliche Kontakte,

die eine Radreise so unvergesslich machen.

Es tut einfach gut, in dieser oft überschäumenden Welt

einen Gang zurückzuschalten,

zu etwas weniger Pompösen,

mal wieder mehr der eigenen Kraft,

Inspiration und Improvisation Platz zu lassen –

mal wieder einen Hauch von Freiheit,

Ungebundenheit und Spontanität schnuppern zu können.